Yadegar Asisi

ANTARKTIS

Eine Welt ohne uns

Mit ANTARKTIS holt Yadegar Asisi die kälteste Region der Erde ins Zentrum der Wahrnehmung: die rund um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete am Scheitelpunkt zwischen Patagonien in Südamerika, Kap Agulhas in Südafrika sowie Tasmanien bzw. Neuseeland. Derzeit ist das Panorama in der Entwicklungsphase, ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

Das Riesenrundbild fügt sich ein in die Reihe der Naturpanoramen von Asisi und auch hier thematisiert er die spannungsreiche Beziehung von Mensch und Natur. Die vom Menschen bislang am wenigsten beeinflusste Region der Erde verbirgt – da am unwirtlichsten – bis heute unzählige Geheimnisse. Lediglich zwischen 4000 Menschen im antarktischen Sommer und 1000 Wagemutige im Winter bewohnen in Forschungsstationen die Region, die mit über 21 Millionen Quadratkilometern doppelt so groß ist wie Europa. Erst seit dem frühen 19. Jahrhundert ist die Existenz der Antarktis gesichert, 1911 erreichten der Norweger Roald Amundsen und seine Mannschaft als erste Menschen den Südpol.

Das Rundgemälde erschließt sich von einer Plattform im Wasser vor dem Antarktischen Eisschild. Von dort entrollt sich das Riesenrundbild aus vereister Landmasse mit Gletschern, Schelfeis, gigantischen Tafeleisbergen, Packeis und Wasser in allen Farbschattierungen von Schnee- und Cremeweiß über Aquamarin, Hell- und Marineblau bis hin zu dunklen Grautönen und Anthrazit. Während die Region des „ewigen“ Eises kaum Leben aufweist, pulsiert in der Packeiszone ein üppiges Ökosystem. Riesige Schwärme von Krill und anderen Kleinkrebsen wimmeln im Meer und bilden den Anfang der Nahrungskette für Fische, Wale, Kalmare, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und andere Meeresvögel.

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Panoramamusik und Soundscape von Eric Babak

Vom Pilotprojekt EVEREST an arbeitet Yadegar Asisi mit dem bekannten Komponisten und Pianisten Eric Babak zusammen. Die beeindruckende Klanguntermalung der Panoramen wird in enger Zusammenarbeit der beiden Künstler direkt im Ausstellungsraum mit Beleuchtung sowie Tag- und Nachtrhythmus zu einer stimmungsvollen Gesamtinstallation harmonisiert. Je nach Projekt machen die Produktionen unter anderem mit großen Orchestern und Chören aber auch mit minimalistischen Synthesizer-Klängen in Kombination mit Alltagsgeräuschen die besondere Atmosphäre des jeweiligen Themas im steten Wechsel der Szenen hör- und fühlbar.

www.ericbabak.com