8848Everest360°

Asisi Panometer – »8848Everest360°«
Das Pilotprojekt

Everest_Panorama

Ehrfurcht vor dem höchsten Berg der Welt – „8848Everest360°“

Auf sagenhaften 105 Metern Länge und 35 Metern Höhe simulierte Yadegar Asisis 360°-Panorama „8848Everest360°“ fotorealistisch die Bergwelt des Himalaja. Von einer sechs Meter hohen Aussichtsplattform aus öffnete sich der Blick des Betrachters auf den Mount Everest und die ihn unmittelbar umgebenden Berge. Von hellblau bis aquamarin, von schneeweiß bis sattem Schwarz leuchtete diese hochalpine Welt.

Die Präsentation der einzelnen Gipfel rückte für Asisi bei seinem Panorama hier eher in den Hintergrund. Ihm ging es vorrangig um die Vermittlung des scheinbar grenzenlosen Raumgefühls, das ein solches Hochgebirge ausstrahlt. Ganz bewusst hatte Asisi deshalb als Beobachtungspunkt nicht den Gipfel des Everest gewählt, sondern das sogenannte „Tal des Schweigens“. Das Hochplateau dient allen Expeditionen auf den Everest als letztes Basislager vor dem Aufstieg. Auf diese Weise gewährte er Distanz- und bewahrte so für die Betrachter die Ehrfurcht vor dem höchsten Berg der Erde.

Im Jahr 2002 hatte Yadegar Asisi selbst die Himalaja-Region besucht, um den Beobachtungspunkt für das Panorama festzulegen und die Atmosphäre des Ortes aufzunehmen. Aus Skizzen, Zeichnungen und digitalen Fotografien der Bergwelt und mit Hilfe von am Computer erstellten 3D-Modellen zur präzisen Vermessung der Gebirgsformationen entstand Stück für Stück in einer einzigartigen Technik aus Malerei und digitaler Bildbearbeitung das fotorealistische Panorama „8848Everest360°“.

„8848Everest360°“ – Die Begleitausstellung

Begleitet wurde das damals größte 360°-Panorama der Welt von einer Ausstellung, die ringförmig zwischen der Rückwand des Panoramas und der Innenseite des ehemaligen Gasometers eingebettet war.

Die auf diese Weise entstandenen gegenüberliegenden zwei Präsentationsflächen nutzte Asisi für ein wechselseitiges Konzept: So erläuterte er auf der Gasometer-Innenseite die Geschichte der westlichen Everest-Expeditionen und -Besteigungen. Durch originaler Filmaufnahmen, etwa aus den 1920er Jahren, stellte er einzelne Expeditionen vor, die weniger glücklich verliefen als die des Neuseeländers Hillary und seines tibetischen Begleiters Tenzing Norgay, wie beispielsweise das britische Unternehmen um den Bergsteiger George Mallory, der 1924 am Everest verschwand. Eine originale Zeltstange dieser tragischen Expedition zählte zu den Highlights der Ausstellung. Auch die Kritik am heutigen Aufstiegstourismus klammerte Asisi nicht aus.

Die gegenüberliegende Wand beschäftigte sich hingegen mit der Betrachtung des Everest aus fernöstlicher, aus buddhistischer Sicht. Ein Mandala, gestreut aus buntem Sand von fünf indischen Mönchen, Gebetssteine mit Schriftzeichen und eine eigens für die Ausstellung in Nepal gefertigte und geweihte Stupa gehörten hier zu den Höhepunkten.
 

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